Stress, Furcht, Angst und ihre neurobiologischen Grundlagen
Gerhard Roth
Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst
Montag, 20.01.2003, 18 Uhr c.t., Hörsaal 12
Stress und Furcht gehören zur affektiv-emotionalen
Grundausrüstung des Menschen und werden vom limbischen
System hervorgebracht. Dieses System bewertet unser Verhalten
und steuert auf dieser Grundlage unsere kognitiven und emotionalen
Zustände und unsere Handlungsplanung, und es tut dies im
wesentlichen unbewusst. Was Angst ist und wie sie zustande
kommt, ist nicht klar. Einige Autoren halten sie für eine
generalisierte Furcht, andere sprechen ihr gegenüber Furcht einen
eigenen Status zu. In jedem Fall aber kann erklärt werden, warum
es so schwierig ist, mit Verstand und Vernunft Stress, Furcht und
Angst zu kontrollieren.
CV Gerhard Roth:
Geboren 1942. 1963-1969 Studium der Fächer
Philosophie, Germanistik und Musikwissenschaften
an den Universitäten Münster und Rom. 1969
Promotion in Philosophie zum Dr. phil. 1969-1974
Biologie-Studium an den Universitäten Münster und
University of California, Berkeley. 1974 Promotion
in Zoologie zum Dr. rer. nat.
Seit 1976 Professor
für Verhaltensphysiologie und
Entwicklungsneurobiologie im Studiengang Biologie
an der Universität Bremen und Direktor am Institut
für Hirnforschung.
Seit 1997 Gründungsrektor des
Hanse-Wissenschaftskollegs in Delmenhorst,
weiterhin Professor an der Universität Bremen.
Forschungsgebiete: Kognitive und emotionale
Neurobiologie. Rund 180 Publikationen, darunter 4
Bücher, u.a. "Das Gehirn und seine Wirklichkeit".
Suhrkamp, Frankfurt, 1994ff. "Fühlen, Denken,
Handeln". Suhrkamp, Frankfurt. 2001ff